2009 machten wir uns zu viert (Bettina, Johanna, Simon und ich) in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten auf und erkundeten per Minivan den Westen der USA. Für dieses Unternehmen nahmen wir uns 5 Wochen Zeit und suchten uns die sehenswertesten Spots am Weg von San Diego über San Francisco und Las Vegas nach Denver aus.

Die Route

Gut 3500 Kilometer, 5 Wochen und unvergessliche Momente!

 

Von San Diego am Highway Number One nach San Francisco

Nach gut 25 Stunden im  Flugzeug, dreimal umsteigen und einem fast verpassten Anschlussflug sind wir endlich vollkommen erschöpft in San Diego angekommen. Kein Roadtrip ohne Karre – deshalb holten wir uns einen typischen Ammi-Van bei Alamo Rental Cars und erkundeten kurz die Stadt. Übernachten konnten wir in der WG eines Freundes eines Freundes (Dan), bei dem wir nachts im Whirlpool bei einem Hammer Ausblick auf San Diego ein Black Bastard Ale tranken und der uns dann am nächsten Tag zu seinem Surfspot mitnahm. Die perfekte Einstimmung für unseren bevorstehenden Roadtrip!

Nach zwei spannenden Tagen und einer mit Insider-Tipps gespickten Straßenkarte von AAA ging es am Highway Number One, der in Nord-Süd-Richtung  an der Küste des Pazifischen Ozeans verläuft, Richtung San Francisco. Wir kämpften uns vorerst durch schier endlos erscheinende Automassen, in denen unser großer Van neben all den fetten Pickup-Trucks verschwindend klein erschien. Los Angeles betrachteten wir nur vom Highway aus und machten uns sogleich auf den Weg raus aus dem Trubel. Jetzt endlich begann der wirklich wunderschöne Teil des Highway Number One, der uns vorbei an wunderschönen Buchten und durch alte Redwood-Wälder führte. Am Weg nach San Francisco übernachteten wir zweimal in Campingplätzen, die mitten in den Wald eingebettet waren und mit nichts als einer Feuerstelle und Sanitäranlagen ausgestattet waren.

San Francisco

Die Golden Gate Bridge – neben der Freiheitsstatue eines der bekanntesten Wahrzeichen der USA – hüllte sich bei unserer Ankunft in schnell vorbeiziehende Wolken und bot uns damit einen atemberaubenden Anblick. Es war faszinierend zu sehen, wie diese 1937 erbaute Brücke sowohl den Massen an Autos als auch den gewaltigen Naturkräften in Form von Wind und Strömung widersteht.

Am Campingplatz des China Camp State Parks schlugen wir unser Zelt auf und genossen abends beim Knistern des Lagerfeuers die Natur rund um San Francisco. Am nächsten Tag fuhren wir mit einer Fähre nach San Francisco und konnten dabei die gesamte Bucht von San Francisco betrachten. Einen Tag lang wanderten wir quer durch die Stadt – Hügel rauf, Hügel runter – zwischen Hochhäusern und Cablecars und erkundeten das wuselige China Town.
Abends am Campingplatz wieder angekommen ließen wir bei Bier, Grillwürsteln und einem Lagerfeuer all die Erlebnisse und Eindrücke des Tages Revue passieren.

Am nächsten Morgen schleiften wir unsere Campingstühle durch die Dunkelheit auf einen nahe gelegenen Hügel am Strand und warteten auf den Sonnenaufgang. Was wir nicht bedacht hatten war, dass in diesem Naturpark Unmengen an Stechmücken nur auf ein paar unbedarfte Opfer warteten. Trotz der hunderten um uns schwirrenden Quälgeister, wurden wir Zeugen eines wirklich traumhaften Sonnenaufgangs.

Yosemite National Park

Obwohl unsere Zeit in und um San Francisco wirklich schön war, freuten wir uns alle endlich in die Natur zu kommen. Zwischen gigantischen Mammutbäumen spannten wir unsere Slackline und erholten uns im angenehmen Schatten. Daneben bauten wir unser Zelt auf und verstauten unsere Lebensmittel in den dafür vorgesehenen bärensicheren Metallboxen.

Vorbei am spektakulären Anblick des El Capitan fuhren wir zu einem der vielen Trails und wanderten diesem durch die atemberaubende Landschaft des Nationalpars ein paar Stunden entlang. Bei extremer Hitze erreichten wir schließlich einen Bergbach, dem wir ein Stück flussaufwärts über unwegsames Gelände folgten. Abseits aller menschlicher Einflüsse fanden wir schließlich auch den perfekten Spot zum schwimmen und relaxen.

Zwischenstopp in den Alabama Hills

Unser Weg nach Las Vegas führte uns durch die Alabama Hills, wo wir auch eine Nacht an einem kleinen See, der von Einheimischen zum Jetski fahren benutzt wurde, in unserem Zelt verbrachten. Wir waren an einem Wochenende dort und konnten beobachten wie “die Ammis” sich vom Wochenstress erholen – BBQ, Bier und Action am Wasser.

Fahrt durchs Death Valley

Das Death Valley gilt als eine der trockensten und heißesten Gegenden der Erde. Das wurde uns beim Aussteigen aus unserem schön klimatisierten Auto auch gleich klar. Bereits nach wenigen Schritten wurde die erdrückende Hitze unerträglich. Deshalb machten wir uns auch recht schnell wieder aus dem Staub und zogen weiter nach Las Vegas.

 

Der zweite Teil unseres USA Roadtrips führte uns an den Grand Canyon, nach Las Vegas und in die Nationalparks Bryce Canony, Zion, Arches und Mesa Verde.

Über den Autor

Freeriden, Reisen und die Natur erkunden - meine Leidenschaft!

Antworten